Informationsveranstaltung „Verhütung ab dem 40. Lebensjahr“

Nach der positiven Resonanz auf unsere Informationsveranstaltung „Mammographie – sinnvoll oder unsinnig?“ möchte ich Sie herzlich zu unserem nächsten Infoabend einladen.
Anfang 40, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist, beschäftigt viele Frauen die Frage, wie sie in den Jahren bis zur Menopause verhüten sollen. Welche Verhütungsmittel kommen in Frage? Welche Vor- und Nachteile haben die unterschiedlichen Methoden? Wann endet die Fruchtbarkeit? Wann beginnen die Wechseljahre? Diese Fragen möchte ich gerne gemeinsam mit Ihnen erörtern.

  • Infoabend: Verhütung ab dem 40. Lebensjahr
  • am Mittwoch, den 3. Dezember 2014 um 18 Uhr
  • in der Praxis Dr. Lutz Winkler, Gerresheimer Str. 81, 40721 Hilden

 

Wir bitten um kurze vorherige Anmeldung unter unserer Telefonnummer 02103.44337.
Die Veranstaltung ist kostenlos. Selbstverständlich sind auch Freundinnen und Bekannte herzlich eingeladen, die nicht Patientinnen in unserer Praxis sind.

Informationsveranstaltung „Mammographie – sinnvoll oder unsinnig?“

Nach mehreren Reportagen im Fernsehen und in Zeitschriften häufen sich in letzter Zeit die Anfragen, was denn nun eigentlich vom Mammographie-Screening zu halten sei.

Aus diesem Anlass habe ich beschlossen, in meiner Praxis eine Informations-veranstaltung zu diesem Thema durchzuführen. Damit Sie selbst zu einer besseren Entscheidung kommen können, möchte ich Sie möglichst umfassend und neutral informieren. Dabei soll es viel Raum für Ihre eigenen Fragen geben.

Die Informationsveranstaltung „Mammographie – sinnvoll oder unsinnig?“ findet statt

  • am Mittwoch, den 22. Oktober 2014 um 18 Uhr
  • in der Praxis Dr. Lutz Winkler, Gerresheimer Str. 81, 40721 Hilden
Wir bitten um kurze vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer 02103.44337.
Die Veranstaltung ist kostenlos. Selbstverständlich sind Sie auch herzlich eingeladen, wenn Sie nicht Patientin unserer Praxis sind.

Neues Ultraschallgerät

In den Sommerferien ist kurzzeitig unser altes Ultraschallgerät ausgefallen. Ein kleiner Baustein im Werte von wenigen Euro war defekt. Da die Reparatur sehr teuer war und jederzeit mit einem erneuten Ausfall zu rechnen war, habe ich nun ein neues Gerät angeschafft.

Das Samsung UGEO H60 ist ein innovatives High-End Ultraschallgerät. Die wesentlichen Merkmale sind:

  • 4D-Ultraschall
    Das Gerät kann während der Untersuchung in Echtzeit ein 3D-Bild erzeugen. Dies ermöglicht z.B. die plastische Darstellung des Embryos in Bewegung.
  • Optimierter Farbdoppler
    Darstellung und Messung der Durchblutung in der Pränataldiagnostik. Differentialdiagnostik von Tumoren.
  • Hochauflösender Brustultraschallkopf
    Mit der neuen Sonde lassen sich feinste Strukturunterschiede erkennen. Die Unterscheidung zwischen soliden oder zystischen Tumor ist mit dem hochauflösenden Schallkopf teilweise besser als mit einer Mammographie möglich.

Alle Bilder und Befunde können auf Wunsch sowohl auf CD gespeichert als auch per E-Mail versandt werden.

Preisgünstigere Antibabypillen

Durch den Wegfall des Patentschutzes und den harten Wettbewerb auf dem Pharmamarkt sind die Preise für Antibabypillen in letzter Zeit stark in Bewegung geraten.

Möglicherweise hat Ihnen die Apotheke bereits Alternativpräparate angeboten. Wenn Sie jünger als 20 Jahre sind, bekommen Sie die Pille auf Kassenrezept. In diesem Fall ist es möglich, dass Ihre Krankenkasse Rabattverträge mit bestimmten Herstellern geschlossen hat. Dann ist es möglich, dass Sie eine eine andere Pille als auf dem Rezept ausgewiesen bekommen. Diese Pille sollte aber die gleichen Inhaltsstoffe haben.

Da die Preise für inhaltsgleiche Pillen durchaus bis zu 100% variieren können, sprechen Sie uns an. Wir suchen dann für Sie die aktuell preisgünstigste Alternative.

Ihre individuelle Babyglück-App

Mit der Babyglück-App begleiten wir Sie durch die Schwangerschaft.

Die App zeigt übersichtlich – unterteilt in verschiedene Abschnitte – welche gesetzlichen Leistungen Sie als werdende Eltern in Anspruch nehmen können, was gerade im Körper der Schwangeren und in der Entwicklung des Babys passiert und worauf man achten sollte.

Mit vielen praktischen Tipps. Eine rundum gelungen Sache – auch für den werdenden Vater. Diese App kann Sie die gesamte Schwangerschaft begleiteten.

Sie können die App kostenlos über für Ihr iPhone über den App Store oder für Ihr Android-Handy über Google Play herunterladen. Um diese personalisierte App zu nutzen, müssen Sie nach dem Download einen Code eingeben, den wir Ihnen in der Praxis persönlich aushändigen.

Basis-Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft

Im folgenden finden Sie eine Übersicht über die 3 Basis-Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft.

Welche Basis-Ultraschalluntersuchungen gibt es in der Schwangerschaft?
Wenn Sie gesetzlich krankenversichert sind und nicht als Risikoschwangere gelten, werden Ihnen drei Basis-Ultraschalluntersuchungen angeboten. Diese Untersuchungen liefern grundlegende Informationen über die Schwangerschaft, etwa wie groß das Ungeborene ist und wie es liegt. Die Frauenärztin oder der Frauenarzt schaut nach der Lage des Mutterkuchens (Plazenta) und der Fruchtwassermenge. Die Größe des Kindes wird gemessen und im Mutterpass in einer Wachstumskurve dokumentiert. Die Untersuchungsergebnisse können dabei helfen, die Geburt vorzubereiten.

Bei allen drei Ultraschalluntersuchungen wird überprüft,

  • ob sich das Ungeborene altersgerecht entwickelt,
  • ob es sich vielleicht um Mehrlinge handelt und
  • ob es Hinweise auf Entwicklungsstörungen gibt.

Darüber hinaus wird bei den einzelnen Untersuchungen Folgendes untersucht:

1. Basis-Ultraschalluntersuchung – bis 12. Schwangerschaftswoche:

Der erste Basis-Ultraschall dient vor allem dazu, die Schwangerschaft zu bestätigen. Es wird geprüft, ob sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter eingenistet und zu einem Embryo oder Fötus entwickelt hat. In den ersten Schwangerschaftswochen spricht man von einem Embryo, nach der 10. Woche von einem Fötus. Beim ersten Ultraschall können bereits die Körperlänge oder der Durchmesser des Kopfes gemessen werden. Die Ergebnisse helfen dabei, die Schwangerschaftswoche und den voraussichtlichen Geburtstermin zu schätzen. Die Frauenärztin oder der Frauenarzt kontrolliert auch, ob ein Herzschlag feststellbar ist und ob es sich um Mehrlinge handelt.

2. Basis-Ultraschalluntersuchung – 19. bis 22. Schwangerschaftswoche:

Beim zweiten Ultraschall können Sie zwischen zwei Alternativen wählen, um eventuelle Auffälligkeiten zu erkennen:

  • Einer„Basis-Ultraschalluntersuchung“
  • Einer„erweiterten Basis-Ultraschalluntersuchung“

Wenn Sie sich für eine Basis-Ultraschalluntersuchung entscheiden, werden die Größe von Kopf und Bauch des Kindes sowie die Länge des Oberschenkelknochens gemessen. Außerdem wird die Position der Plazenta in der Gebärmutter beurteilt. Wenn die Plazenta besonders tief sitzt, können bei der weiteren Betreuung und für die Geburt besondere Vorkehrungen nötig werden.

Wenn Sie sich für einen erweiterten Basis-Ultraschall entscheiden, werden zusätzlich folgende Körperteile genauer untersucht:

  • Kopf: Sind Kopf und Hirnkammern normal geformt? Ist das Kleinhirn sichtbar?
  • Hals und Rücken: Sind sie gut entwickelt?
  • Brustkorb: Wie ist das Größenverhältnis von Herz und Brustkorb? Ist das Herz auf der linken Seite sichtbar? Schlägt das Herzrhythmisch? Sind die vier Kammern des Herzens ausgebildet?
  • Rumpf: Ist die vordere Bauchwand geschlossen? Sind Magen und Harnblase zu sehen?

Die erweiterte Untersuchung gehört zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherungen.

3. Basis-Ultraschalluntersuchung – 29. bis 32. Schwangerschaftswoche:

Beim dritten Basis-Ultraschall werden Kopf, Bauch und Oberschenkelknochen gemessen. Auch die Lage des Kindes und sein Herzschlag werden kontrolliert. Sollte ein Ultraschall auf Auffälligkeiten hindeuten oderzu unklaren Ergebnissen führen, können diese durch weiterführende Untersuchungen abgeklärt werden. Welche zusätzlichen Untersuchungen infrage kommen, können Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen.

Quellen:
 Ultraschallscreening in der Schwangerschaft (PDF)
 Merkblatt zum Ultraschallscreening (PDF)

Brustkrebs Risikofaktoren


Die amerikanische Schauspielerin Angelina Jolie verlor ihre Mutter durch Brustkrebs. Seit die Schauspielerin ihre Brustoperation öffentlich machte, überlegen viele Frauen: Was würde ich in dieser Situation tun? Hier finden Sie die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Was für eine Operation wurde durchgeführt?

Bei der prophylaktischen Mastektomie wird vorbeugend das Drüsengewebe entfernt. Im Gegensatz zur Brustamputation bleiben dabei die Haut und die Brustwarze erhalten. Durch eine Implantation einer Silikonprothese wird die äußere Form der Brust wiederhergestellt.

Wie wird ein erhöhtes Brustkrebsrisiko diagnostiziert?

Mit einem Test, bei dem untersucht wird, ob eine Frau Mutationen in den sogenannten Brustkrebsgenen BRCA1 und BRCA2 hat.

Sollte jede Frau diesen Test machen, die Angst vor Brustkrebs hat?

Nein. Der Test ist nur für Frauen sinnvoll, die ein hohes Risiko haben.

Wann genau ist das Risiko erhöht?

Wenn mindestens 2 Verwandte ersten Grades (Mutter, Tante, Schwester) vor dem 50. Lebensjahr an Brust- oder Eierstockskrebs erkrankt sind 

oder 1 Verwandte ersten Grades vor dem 40. Lebensjahr an Brustkrebs in beiden Brüsten erkrankt ist

oder 1 Verwandte ersten Grades vor dem 35. Lebensjahr an Brust- oder Eierstockskrebs erkrankt ist.

Wie hoch ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass das Testergebnis positiv ausfällt?

Eine von zehn Frauen, auf die die obigen Kriterien zutreffen, hat dann eines dieser Brustkrebsgene. Die Häufigkeit ist aber umso höher, je mehr Frauen in der Familie an Brustkrebs erkrankt sind und je jünger diese bei Erkrankungsbeginn waren. Sie steigt weiter, wenn diese Frauen auch noch an Eierstockkrebs erkrankt sind.

Was hat Eierstockkrebs mit dem Brustkrebsrisiko zu tun?

Für beide Krebsformen ist in manchen Fällen die gleiche Mutation verantwortlich.

Welches Erkrankungsrisiko besteht, wenn der Test – wie bei Angelina Jolie – positiv ausfällt?

Dann erkrankt sie nicht zwangsläufig an Brust- oder Eierstockkrebs. Allerdings ist ihr Risiko deutlich erhöht: Es liegt zwischen 20 und 40 Prozent für Eierstockkrebs und zwischen 60 und 90 Prozent für Brustkrebs. Ohne eines der Gene erkrankt nur eine von zehn Frauen im Laufe ihres Lebens.

Dann haben also Frauen mit einem positiven Testergebnis nicht alle das gleiche Risiko?

Nein, es gibt auch noch weitere Faktoren, das muss für jede Frau individuell berechnet werden. Deswegen werden solche Gentests immer nur im Rahmen einer genetischen Beratung gemacht – die schon vor dem Test beginnt. Man muss sich ja klarmachen, dass das Ergebnis Auswirkungen für Angehörige, etwa Schwestern, haben kann, die vielleicht gar nicht so genau wissen wollen, ob sie ein erhöhtes Risiko haben.

Wie sieht eine Beratung nach einem positiven Testergebnis aus?

Die Frauen werden in einem interdisziplinären Team von Gynäkologen, Humangenetikern und auch Psychoonkologen über alle Optionen beraten.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Es gibt zum einen die Möglichkeit, dass den Frauen das Brustgewebe entnommen wird, wie bei Angelina Jolie, oder die Eierstöcke samt Eileitern.

Die Alternative ist eine intensivierte Früherkennung mit engmaschiger Überwachung. Dabei wird einmal jährlich eine Mammografie und eine Magnetresonanztomografie und halbjährlich ein Ultraschall der Brüste gemacht. Und die Frauen werden angeleitet, wie sie sich selbst abtasten können.

Wie sind die Chancen?

Wenn das Brustgewebe entnommen wird, sinkt für die betroffenen Frauen das Krebsrisiko auf fünf Prozent, sie haben dann also ein geringeres Risiko als Frauen ohne diese Genmutation. Es bleibt aber ein Restrisiko, da so gut wie nie das gesamte Brustgewebe entfernt werden kann, es bleibt immer etwas übrig. Das Risiko für Eierstockkrebs sinkt aber sogar auf etwa ein Prozent.

Wie sind Auswirkungen?

Die Entfernung des Brustgewebes ist ein großer Eingriff, der erhebliche Auswirkungen auf das Körperbild der Patientin hat. Die Implantate werden oft als Fremdkörper empfunden – wie ein schlecht sitzender BH, den man nicht mehr ausziehen kann. Die Haut ist dünner und berührungsempfindlicher als vor dem Eingriff.

Dagegen ist die intensivierte Früherkennung oft mit großen Unsicherheiten und Ängsten verbunden. Da das Erkrankungsrisiko mit zunehmendem Alter steigt, begleitet die Frauen das Gefühl, „eine tickende Zeitbombe“ im Körper zu haben, meist ein Leben lang. Dazu kommt, dass im Falle einer tatsächlichen Erkrankung  damit zu rechnen ist, dass der Krebs schon andere Organe befallen hat, und deshalb oft neben der Operation auch Chemotherapie und Bestrahlung erforderlich sein können.

Wie entscheiden sich die betroffenen Frauen?

In Deutschland entscheiden sich neunzig Prozent der Frauen gegen die Entfernung des Brustgewebes. 

Viele lassen sich allerdings, wenn sie ihre Familienplanung schon abgeschlossen haben und älter als 40 Jahre sind, die Eierstöcke samt Eileitern herausnehmen, weil einerseits bei diesem Krebs die Früherkennung nicht so gut funktioniert und andererseits die Entnahme der Eierstöcke auch das Risiko für Brustkrebs senkt, nämlich um die Hälfte.

Was wissen wir über die Ursachen von Brustkrebs?

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frauen in Deutschland. Etwa zehn Prozent der Frauen erkranken im Laufe ihres Lebens. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 63 Jahren.

Schätzungen gehen davon aus, dass bei rund 0,3 Prozent der gesunden Frauen und bei fünf Prozent der an Brustkrebs erkrankten Frauen eine erbliche Belastung vorliegt.

Das Wachstum von Brustkrebszellen kann durch die weiblichen Sexualhormone Östrogen und Gestagen angeregt werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sexualhormone die Ursache von Brustkrebs sind. Was letztlich zur Entartung des Zellwachstums führt, ist noch weitgehend unbekannt.

Wie wirken sich Ernährung und Lebensstil auf das Brustkrebsrisiko aus?

Deutlich übergewichtige Frauen erkranken 2,5 mal so häufig wie normalgewichtige.

Starkes und langdauerndes Zigarettenrauchen erhöht die Erkrankungswahrscheinlichkeit um 30%. 

Auch Frauen, die täglich mindestens 20 g Alkohol trinken, haben ein um dreißig Prozent erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Ob die Antibabypille das Risiko erhöht, ist nicht eindeutig geklärt. Als gesichert gilt jedoch, dass die Pille das Risiko für Gebärmutter- und Eierstockskrebs verringert. Dagegen erhöht eine mehr als fünfjährigen Hormonbehandlung im Klimakterium das Erkrankungsrisiko. Möglicherweise hat die Hormonbehandlung jüngerer Frauen keinen wesentlichen Einfluss.

Bewegung und Sport senken wahrscheinlich das Risiko für Brustkrebserkrankungen.

Auch frühe Mutterschaft und längeres Stillen sollen einen günstigen Einfluss haben. 


Quellen:
Die Zeit, Ausgabe Nr. 21, 2013: Interview mit Norbert Arnold, dem Leiter des onkologischen Labors der Kieler Universitätsfrauenklinik
Die Zeit: Kommentar
Deutsches Ärzteblatt: 1997 und 2005
Frauenärzte im Netz
Wikipedia: Brustkrebs, BRCA1
Das amerikanische National Cancer Institute: Risikokalkulator

In eigener Sache


Sehr beliebt sind inzwischen unsere neuen Online Services. Ob Terminbuchung, die Bestellung von Wiederholungsrezepten, die Befundübermittlung oder die Beantwortung medizinischer Rückfragen – all dies wird zunehmend über unsere Praxishomepage auch online durchgeführt.
Mit der CGM-Life-App für iPhone und iPad können Sie übrigens jetzt noch bequemer jederzeit auch unterwegs auf unsere Online-Services zugreifen.

Nach über 21 Jahren bekommen wir einen neuen Untersuchungsstuhl! Der elektrisch verstellbare Stuhl ist wegen seiner niedrigen Ausgangshöhe besonders für ältere Patientinnen bequemer zu besteigen. Statt Beinhaltern hat der Stuhl ergonomische Fußstützen.

Thromboserisiko


Immer wieder sorgen Veröffentlichungen über das Thromboserisiko von Antibabypille oder Hormonersatzmitteln für Verunsicherungen. Dabei kommt es sehr darauf an, wie die Information dargestellt wird.


Die Aussage „Die Antibabypille erhöht das Risiko eine Thrombose zu erleiden um das vierfache“ hört sich zunächst sehr gefährlich an. Bedeutet dies doch, dass die Wahrscheinlichkeit, ein lebensgefährliches Ereignis zu erfahren, um 400% steigt. Tatsächlich kommt es bei 99,98% der Frauen, die die Pille nehmen, nicht zu einer Thrombose.

In Großbritannien führte die Schlagzeile „Pille erhöht Thrombose-Risiko um 400%“ übrigens zu 13.000 Abtreibungen mehr als üblich, weil viele Frauen sofort die Pille absetzten.

Wie kommt es zu diesen unterschiedlichen Wahrnehmungen? Das liegt ganz einfach daran, dass die eigentlich wichtige Größe, nämlich die tatsächliche Anzahl Erkrankungen, unbekannt ist. Das absolute Risiko einer Frau an Thrombose zu erkranken ist nämlich sehr gering: ohne Pille erleiden 5 von 100.000 eine Thrombose, mit Pille sind es 20 von 100.000 – immer noch wenige.

Außerdem beeinflussen zahlreiche zusätzliche Faktoren wie Alter, Übergewicht, Rauchen und angeborene Gerinnungsstörungen das Risiko ganz erheblich. In den USA wurde eine Studie mit über 70.000 Personen durchgeführt, die über 16 verschiedene Einflussfaktoren berücksichtigt. Nach Auswertung der Studie wurde eine Risikokalkulator entwickelt, mit dessen Hilfe Sie Ihr individuelle Risiko berechnen und anschaulich darstellen lassen können. Auf unserer Internetseite finden Sie eine deutsche Übersetzung des Rechners.                

Ergebnisse des Mammographiescreenings


Seit der bundesweiten Einführung des Screenings 2005 werden alle Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren alle 2 Jahre zur Mammographie eingeladen. Die Ergebnisse des Programms wurden zuletzt 2012 veröffentlicht.


Jede 2. Frau nahm demnach die Einladung an. Zur weiteren Abklärung wurden 6% der Frauen wieder einbestellt.
Bei 1000 Untersuchungen wurden im Durchschnitt 8,2 Brustkrebsfälle entdeckt. Der Anteil kleiner Karzinome (<1cm) lag dabei über 30%. Vor Einführung des Mammographie-Screenings waren es nur rund 14%.
Bei mehr als 75% aller entdeckten Karzinome waren die Lymphknoten der betroffenen Frauen noch nicht befallen. Vor dem Screening lag der Wert mit 49% deutlich niedriger.
Dadurch konnten die Heilungschancen verbessert werden. Die betroffenen Frauen profitieren zudem von einer schonenderen, meistens brusterhaltenden Therapie.


Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage des Screening-Programms.
Übrigens können Sie sich auch selbst einladen: Kontaktformular Mammographiescreening


Eine ausführliche Darstellung von Nutzen und Risiken von Vorsorgeunter-suchungen finden Sie in dem Merkblatt des vom Gesundheitsministerium gegründeten Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen IQWiG.